In acht Gemeinden des Landkreises Esslingen wird das "Betreute Wohnen zu Hause" angeboten. 150 Personen werden mit dieser modernen Wohnform für das Alter unterstützt und betreut. Mindestens genau so viele Menschen profitieren von diesem Angebot als die Angehörigen. Begonnen hat das Erfolgsmodell im Dezember 2005 in Lenningen.
Siehe hierzu Zeitungsbericht "Der Teckbote" vom 17.04.2010
Der Teckbote_20100417 | 2009 kB
Ein Film von: Sarah Palmer, Sendung am: 26. April 2008
http://www.swr.de/lsunterwegs/vorschau/index.html
Oft sind es Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, ob ein alter Mensch weiterhin zu Hause wohnen bleiben kann oder nicht; Hilfe beim Aufstehen und Frühstück machen, Begleitung zum Einkaufen oder zum Arzt, Unterstützung im Haushalt oder beim Schneeräumen.
Früher lebten jüngere Familienmitglieder in der Nähe und konnten sich um die Älteren kümmern. Heute aber sind viele Söhne und Töchter weit weg gezogen, sie arbeiten und haben wenig Zeit für die Älteren.
Solche Hilfsdienste können aber auch Menschen aus der Nachbarschaft leisten, freiwillige Helfer, die Zeit haben und sich gerne für Ältere engagieren.
Seit 3 Jahren bietet das "Lenninger Netz" mit ehrenamtlichen Helfern eine verlässliche Betreuung zu Hause an: regelmäßige Besuche und Begleitung, Beratung und vor allem die Gewissheit, dass im Notfall eine vertraute Person in der Nähe ist.
Die Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz informierte sich im Unterlenninger Bahnhof über das Lenninger Netz von Iris Häfner.
„Glückwunsch zu dem Netzwerk und zu dem, was Sie auf den Weg gebracht haben“, sagte Monika Stolz, als sie von Lenningens Bürgermeister Michael Schlecht um eine Stellungnahme zum Lenninger Netz gebeten wurde. Auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Karl Zimmermann war die Ministerin zu Gast in seinem Wahlkreis und besuchte unter anderem den Unterlenninger Bahnhof, in dem die Schaltzentrale des Lenninger Netzes untergebracht ist.
Nach Ansicht von Monika Stolz sind differenzierte Lösungen im Blick auf die demografische Entwicklung nötig. Eine davon ist ihrer Ansicht nach das Lenninger Netz. „Wir müssen Angebote schaffen, die bezahlbar bleiben für die Menschen“, weiß die Politikerin um die Nöte der Betroffenen. Pflegende Angehörige würden oft an ihre Grenzen stoßen – sei es, weil sie nicht in der Nähe wohnen oder irgendwann physisch und psychisch am Ende sind.
Für eine kurze Auszeit im Alltag sorgen da die Ehrenamtlichen des Lenninger Netzes. Die Frauen berichteten der Ministerin von ihren Erlebnissen mit den Senioren. In der Regel entsteht schon nach kurzer Zeit eine persönliche Beziehung, die nicht selten für beide Teile eine Bereicherung darstellt. „Wir müssen jedoch aufpassen, dass keine Vereinnahmung stattfindet, dass die Ehrenamtlichen nicht zum Taxifahrer oder Landschaftsgärtner werden“, sagte Michael Schlecht. Dies passiere jedoch nicht mutwillig, sondern erwachse aus einem Gefühl der Selbstverständlichkeit. Aus diesem Grund seien die Betreuungsverträge wichtig. Sie definieren die Leistungen eindeutig. 
„Ehrenamt setzt Hauptamt voraus“, stellte der Bürgermeister klar. Die Ehrenamtlichen sind mit Herzblut bei der Sache. Damit ihre Motivation nicht schon nach kurzer Zeit auf der Strecke bleibt, bräuchten sie einen freien Kopf und sollten sich nicht um organisatorische Dinge kümmern müssen. „Das setzt jedoch ein Hauptamt voraus. Es ist das A und O beim Ehrenamt, denn das braucht Strukturen“, gab Michael Schlecht zu bedenken. Er wünscht sich deshalb, dass für den ambulanten Bereich der Pflege auch Geld aus dem „großen Topf“ fließt. Er bat die Ministerin, an entscheidender Stelle ein gutes Wort dafür einzulegen, wohl wissend, dass dieses Geld dann an anderer Stelle fehlt. Es gehe jedoch um keine großen Summen, die zudem noch ökonomisch angelegt seien. „Pflegeheime kosten viel Geld und viele Menschen bauen dort schnell ab. Uns geht es darum, dass die Menschen in Würde alt werden können“, so Michael Schlecht.
Weil die Altenhilfe ein zentrales Thema des Ministeriums für Arbeit und Soziales ist, informierte sich Monika Stolz mit großem Interesse über das Lenninger Netz, zumal ihr Haus dieses Projekt wissenschaftlich begleitet. „Wir brauchen Erfahrung und vor allem engagierte Menschen vor Ort, die sich auf den Weg gemacht haben, um die Ergebnisse in die Fläche tragen zu können“, erklärte die Ministerin. Sie sieht die Herausforderung, die der demografische Wandel mit sich bringt, als Chance. Er mache Neues in der Gesellschaft möglich. So gebe es beispielsweise wesentlich mehr Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Einrichtungen. Ihrer Ansicht nach müssen sich alle verantwortlich fühlen, um den gesellschaftlichen Wandel in die richtigen Bahnen lenken zu können. „Die Familienstrukturen lösen sich auf, ohne dass der Einzelne etwas dafür kann“, sagte sie weiter und nannte Mobilität und Globalisierung als mögliche Gründe. „Wir müssen daher Strukturen der Solidarität schaffen, die die Familie ersetzen“, so ihre Auffassung.
Gleich zu Beginn des Besuchs stellten Werner Schulmeyer, ehrenamtlicher Geschäftsführer, und Gabriele Riecker, Leiterin der Koordinationsstelle zum Betreuten Wohnen zu Hause, das Lenninger Netz in groben Zügen der Ministerin vor. Deutlich wurde dabei, wie engagiert die Lenninger das Projekt vorangetrieben haben. Im Vordergrund steht die Lebensqualität. „Da sind unsere Mitarbeiterinnen klasse drin, diese Lebensqualität zu erhalten, weil sie auf jeden Einzelnen individuell eingehen“, sagte Gabriele Riecker.
"Praxisnah", "vielseitig" und "zukunftsweisend" - dies sind Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der RegioKonferenz "Neue Kooperationen für einen familienfreundlichen Standort", die am 21. Februar 2008 in Stuttgart stattgefunden hat. Über 200 Entscheidungsträger und Fachleute aus Politik, Kommunen, Unternehmen, Verbänden und Bürgerschaft besuchten die RegioKonferenz, die gemeinsam von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS), der FamilienForschung Baden-Württemberg (FaFo BW) und vom Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg für die Region Stuttgart veranstaltet wurde. Die Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart und die Handwerkskammer Region Stuttgart unterstützten die RegioKonferenz als Partner.
Zahlreiche modellhafte Kooperationen in der Region
...Bürgermeister Michael Schlecht aus Lenningen stellte ein Kooperationsmodell vor, mit dem die Pflege von Angehörigen in den Familien unterstützt wird, neue Wohnformen für ältere Menschen entwickeln werden und eine altenfreundliche Kultur gefördert wird. Gegründet wurde das Lenninger Netz von der Kommune gemeinsam mit Kirchengemeinden, Krankenpflegevereinen und Wohlfahrtsverbänden.
(siehe http://www.die-azubis.de/pageID_5596872.html)
Unser neues Projekt in der Ausbildung ist das soziale Engagement in der Ausbildung. Wir freuen uns, dass wir als Partner das „Lenninger Netz“ gewinnen konnten.
Um dieses Projekt starten zu können, bedarf es einer ausgiebigen Planungsphase. Hier konnten wir unsere Sozial-Pädagogischen Tage auf der Burg Teck nutzen. Diese Tage nutzen wir auf der einen Seite, damit sich die neuen Auszubildenden besser in die bestehende Gruppe integrieren, auf der anderen Seite, um vorgegebene Themenbereiche in der Gruppe auszuarbeiten.
Für die Soz.-Päd.-Tage 2007 konnten wir den Geschäftsführer des Lenninger Netz, Herrn Werner Schulmeyer als Referenten gewinnen. Herr Schulmeyer stellte den Auszubildenden der Papierfabrik Scheufelen und der Voith-IPL die Aufgaben und Grundsätze des Lenninger Netz vor. Die Auszubildenden erarbeiteten im Anschluss an die Präsentation fünf verschiedene Projektarbeiten. Das erste umgesetzte Projekt „Gestaltung des Senioren-Kaffeemittags“ fand am 6. Dezember 2207 im CafeLe in Unterlenningen statt. Die Resonanz war sehr gut, der Dialog zwischen Jung und Alt kam sehr gut an.
Unser zweites Projekt wird ein Halbtagesausflug ins Freilichtmuseum nach Beuren sein. Dieser Ausflug wird am 24. April 2008 stattfinden. Das dritte Projekt wird im September eine Berufspräsentation der Ausbildungsberufe von Scheufelen und Voith-IPL sein. Als Abschluss für 2008 werden wir an der Lenninger Seniorenmesse in verschiedenen Bereichen (Betreuung, Bewirtung, Aufbau) tätig sein. Zusätzlich werden wir einen Stand mit Informationen über das Soziale Engagement und den Azubi Paper-Shop aufbauen.